Der Weltreisebär geht auf Mission

Für die erste Reise 2026 ging es für den Weltreisebär in den Tschad. Das Zustandekommen war mal wieder etwas kurios: Da der Weltreisebär mit Rainer aus Solingen (einem Missionar) reist, liegt es auf der Hand, dass Gott hier irgendwie seine Finger im Spiel hatte.

Als ich auf der Silvesterfreizeit „jesuslive“ (Instagram: @jesuslive.co) Tim kennenlernte, erzählte er mir von der Arbeit seines Vaters und dass er bald in den Tschad reisen würde. Natürlich wurde ich hellhörig und fragte direkt, ob der Weltreisebär mitfahren darf.

Etwas knapp war die Zeit zwischen der Rückankunft aus Saudi-Arabien (8.1.) und dem Abflug nach N´Djamena (13.1.). Dazwischen lag noch ein Wochenende, aber dank meines Bruders Florian kam das Paket samt Bär pünktlich am 12.1. in Solingen an.

„Im Tschad muss man das Abenteuer nicht suchen, es findet einen!“

Das Land am Tschadsee (welcher inzwischen leider fast vollständig ausgetrocknet ist) ist eines der ärmsten Länder der Welt und steht in der HDI-Liste (Human development index) auf Rang 190 von 193. Die Mehrheit der Menschen sind Muslime (ca. 60%), 35% sind Christen. Schon diese Zahlen zeigen, dass der Tschad eine Art Spielball zwischen diesen beiden Religionen ist. Während der Islam auch politisch missioniert, missioniert das christliche Missionswerk „Liebe in Aktion“ (www.liebeinaktion.de) vor allem sozial und humanitär. Es hilft Menschen, Bildung und Arbeit zu erhalten und schützt u. a. auch junge Frauen vor Genitalverstümmelung: ca. 50% aller Frauen im Tschad müssen sich dieser unterziehen und jede 4. Frau stirbt daran. Das bedeutet, dass jedes ca. 8. Mädchen im Tschad an dieser Praktik stirbt, was absolut vermeidbar wäre.

Bei Rainers Reise (begleitet wurde er von Robyn, auch aus Deutschland) war es das Ziel, dem Missionarsehepaar vor Ort (Cindy und Markus) bei ihrem Umzug zu helfen. Sie wohnten bis vor kurzem noch ganz im Süden des Landes, ziehen aber jetzt in die Haupt- und Millionenstadt N´Djamena, da hier der Entwicklungsstand deutlich höher ist und man im Zentrum des Landes somit auch deutlich mehr (junge) Menschen erreichen kann.

Im Süden des Landes entstand auch das Weltreisbär-Foto: am „Mittelpunkt Afrikas“. Bis vor kurzem existierte die Säule dort noch gar nicht.

Rainer und Robyn am Mittelpunkt Afrikas nahe der Stadt Sarh

Eine sehr traurige Begebenheit: nicht unweit von diesem Punkt entfernt wurden vor hundert Jahren hunderte Christen ermordet. Immerhin: ohne diese Menschen wäre der christliche Glaube im Land wohl nicht so populär geworden.

Der Weltreisebär erfreute sich während der ganzen Reise bester Sicherheit: man hätte Rainer wohl höchstpersönlich kidnappen müssen, um dem Weltreisebär etwas anhaben zu können.

Im Haus von Cindy+Markus wohnte der Bär bei der Kuscheltier-Familie der Töchter Amy und Elaine. Die beiden Mädchen hätten den Bär sicherlich auch gern bei sich behalten, aber Rainer erklärte: „Ich muss ihn leider wieder mitnehmen, denn das ist der Weltreisebär, der um die Welt reist. Er ist noch nicht fertig“. Die beiden Mädchen verstanden.

Markus+Cindy, Robyn und Rainer (v. re. n. li.) mit Elaine und Amy

Auf dem Rückflug landete der Flieger sogar noch in Niamey (Niger) zwischen, was uns noch ein weiteres neues Land bescherte. Auch wenn es nur ein kurzer Stopover war, entspricht das den Weltreisebär-internen Regeln für ein neues Land („Der Bär muss sich auf dem Staatsgebiet des Staates befinden/befunden haben“).

Wenn ihr mögt, schaut doch gern mal auf der Webseite von „Liebe in Aktion“ vorbei: https://liebeinaktion.org/tschad/

Danke nochmal an Rainer aus Solingen, dass der Bär mit Dir reisen durfte!

Als Dank dafür gehen 20€ als Spende in den Tschad. Laut Rainer kommen diese auch (nahezu) komplett an!

Für den Bär geht es Ende Februar auf die nächste, sehr sehr große Reise.

Seid gespannt.

Euer Tobias

1 Gedanke zu „Der Weltreisebär geht auf Mission“

  1. Wieder einmal ein sehr interessanter Beitrag vom Weltreisebär 😀
    Ich bin schon gespannt, welche weiteren Länder des afrikanischen Kontinents in nächster Zeit bereist werden.

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